Es fehlte am Ende nur ein einziger Punkt: Der NPC Kiel hat sich im Halbfinale des Verbandspokals Schleswig-Holstein dem Lübecker BC mit 15:16 geschlagen geben müssen. Trotz der Enttäuschung über die denkbar knappe Niederlage bleibt vor allem eines hängen: Gegen den einzigen Bundesligisten aus dem Norden konnte der NPC bis zum Schluss mithalten.
Dabei war die Ausgangslage durchaus anspruchsvoll. Der Lübecker BC trat mit sechs Spieler*innen an, darunter vier Bundesligaspieler. Der NPC ging mit neun Spieler*innen in die Begegnung auf dem heimischen Platz im Schrevenpark.
Nach den Têtes liegt Lübeck vorn
Zum Auftakt wurden sechs Tête-à-Tête gespielt. Vier davon gingen an die Gäste aus Lübeck, zwei konnte der NPC für sich entscheiden. Da jeder Sieg zwei Punkte bringt, stand es nach der ersten Runde 4:8 aus Kieler Sicht.
Doch in den Doublettes drehte der NPC auf. Zwei der drei Begegnungen gingen an Kiel, nur eine an Lübeck. Mit jeweils drei Punkten pro Sieg bedeutete das sechs weitere Punkte für den NPC und drei für den LBC. Vor den abschließenden Triplettes war beim Stand von 10:11 plötzlich wieder alles möglich.
Und tatsächlich wurde es so spannend, wie es bei diesem Spielstand nur werden konnte. Beide Mannschaften gewannen jeweils eines der beiden Triplettes und erhielten dafür fünf Punkte. Damit stand das Endergebnis fest: 15:16.
Ein einziger Punkt fehlte zum Einzug ins Finale.

Regen, Wind – und viele Zuschauer*innen
Auch das Wetter machte diesen Pokaltag besonders. Zu Beginn bestimmten viel Regen und Wind das Geschehen im Schrevenpark, zwischendurch zeigte sich das Wetter aber auch von einer deutlich freundlicheren Seite.
Umso erfreulicher war die Unterstützung am Spielfeldrand. Zahlreiche Zuschauer*innen verfolgten die Begegnungen – neben Mitgliedern und Freund*innen des NPC waren auch Boulespieler*innen aus Kronshagen dabei. Und auch einige Passant*innen blieben stehen und schauten sich das Pokalduell an.
Enttäuscht – und trotzdem stolz
Natürlich überwiegt unmittelbar nach einem 15:16 zunächst die Enttäuschung. Knapper kann man eine Pokalbegegnung schließlich nicht verlieren. Gleichzeitig gibt es für den NPC allen Grund, mit Stolz auf diesen Tag zurückzublicken.
Gegen eine mit vier Bundesligaspielern besetzte Mannschaft des Lübecker BC bis zum letzten Triplette um den Finaleinzug zu spielen, zeigt, dass wir uns auf diesem Niveau keineswegs verstecken müssen.
Mindestens genauso wichtig war die Atmosphäre: Der Zusammenhalt innerhalb unserer Mannschaft war großartig, und auch zwischen beiden Teams blieb die Begegnung bei aller sportlichen Spannung jederzeit fair und freundschaftlich.
So endet unsere diesjährige Reise im Verbandspokal zwar einen einzigen Punkt früher als erhofft. Aber nach Siegen gegen den BSV Lübeck und Blau-Weiß Wittorf und diesem äußerst knappen Halbfinale können wir auf unsere Pokalsaison mit viel Freude zurückblicken.
Und eines steht jetzt schon fest:
Nächstes Jahr greifen wir wieder an!










